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Sehr amüsant!

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Freitag, 03.02.2012, 16:58

„Wer nichts Nettes zu sagen hat, sollte besser den Mund halten“ ist der süßeste Satz in dem Zeichentrickfilm „Bambi“ von Walt Disney. Für mich hat dieser Ausspruch eine große Bedeutung. Denn in Wahrheit ist die größte Motivation dieses „Nette“ das wir Anderen sagen.
Kritik oder Tadel mögen angebracht sein und wichtig, im Umgang mit Menschen. Auch wichtig ist, wenn man vor möglichen Konsequenzen warnt, aber am Meisten motiviert doch das „Nette“, das man zu sagen hat.
Nichts ist lähmender, als wenn ein Mitmensch ständig warnt, tadelt oder korrigiert. Das Gute ist „normal“ und bedarf keiner Erwähnung, aber Mangel oder Fehlleistung sind sofort und frei von der Leber anzuzeigen. Auf kurz oder lang wird die Reaktion auf solche Motivation totale Resignation sein, während Lob und Aufmunterung zu Rekordleistungen anspornen. Wer positiv beurteilt wird, möchte immer mehr zeigen, was er kann, will nicht „abstinken“. Wer ständig bemängelt wird, pfeift letztendlich drauf, da er annimmt, er würde ohnehin niemals Beifall ernten bei dem kritischen Gegenüber.
Kinder, die ständig zu hören bekommen, was sie alles verkehrt machen, die ständig serviert bekommen, dass sie etwas zwar brav gemacht haben, aber wenn sie sich mehr Mühe geben würden, es noch besser hinkriegen könnten, werden den Hut draufhauen und nur mehr das Nötigste tun, da das Echo auf ihr tun ohnehin niemals besonders euphorisch ausfallen würde. Wozu dann die Anstrengung.
Chefs, die ständig meckern und jede Kleinigkeit bemängeln, aber niemals ein Wort der Anerkennung über die Lippen bringen, sind selber Schuld, wenn ihre Crew nur mehr „Dienst nach Vorschrift“ schieben und keinerlei Eigeninitiative entwickeln.
Der Partner, der sich anhören kann, was er alles besser machen könnte, oder wo er gerade wieder einmal „lieb patschert“ war, aber ganz selten und sporadisch vernehmen darf, was er seinem Liebsten bedeutet, wird vermutlich emotional ziemlich eintrocknen und seinerseits den emotionalen Rückzug antreten.
Es stimmt, dass uns Liebe zum Erstrahlen bringt. Die guten, lieben, zärtlichen Worte machen uns Leuchten, während die kritischen Worte uns nachdenklich stimmen. Und zuviel Nachdenken macht die Stirne faltig.
Für meinen Geschmack kann man nicht zu viel Nettes sagen, man kann nicht zu viel kundtun, was einem die Menschen um sich herum bedeuten und wie gut es ist, sie um sich zu wissen. Warum mit etwas sparen, das man reichlich zur Verfügung hat – Liebe!
Es hat viele Gründe, weshalb Menschen nicht über sich bringen, die unguten Dinge manchmal zu vergessen und die Guten hervorzuheben.
Zum Einen sind es Menschen, die selbst innerlich klein und komplexbeladen sind, und die lieber ihre Mitmenschen klein machen, um selber etwas mehr Geltung zu erlangen. Diese Menschen sind absolut zu bedauern und sie werden niemals in ihrem Leben zufrieden sein, denn sie werden weder besser noch bedeutender, wenn sie ihre Umwelt niederdrücken. Sie haben keine Größe, die anderen anzuerkennen und sind uneinsichtig und kleingeistig.
Zum Anderen sind es Menschen, die Angst haben, ihre wahren Gefühle zu offenbaren, da sie befürchten, dass sie sich dann verletzlich machen. Sobald sie zeigen, was in ihnen vorgeht, haben sie Angst, dass man ihnen weh tun könnte. Der gute Xavier N. würde sagen „wenn Worte meine Sprache wären..“. Nur nicht zu viel in die Karten sehen lassen. Bevor das Herz übergeht, übergeht man die Gefühle. Lieber fokussiert man sich au Unzulänglichkeiten, um von tiefen Gefühlen abzulenken. Diese Menschen sind anstrengend und stellen die lieben Mitmenschen auf eine harte Probe, aber sie sind liebesfähig und sollten einfach nur lernen, Mut zum Lieben aufzubringen. Unerfreulich ist es aber trotzdem mit solchen Gesellen.
Klar, dann gibt es noch jene, die glauben, einfach alles besser wissen zu müssen und ihrer Umwelt mit ununterbrochenen Korrekturen, Vorschlägen und Warnrufen zu einem besseren Leben verhelfen zu müssen. Solche Menschlein sind absolut schwer verdauliche Kost, da sie einerseits neue Kritiker vor dem Herrn heranziehen und andererseits verzweifelt hoffen, von den Menschen, die sie ständig „verbessern“ heiß geliebt zu werden und Dank ernten, in Wirklichkeit aber nur eine große Distanz fördern.
Wie dem auch sei – ich halte mich lieber an die schönste Art der Motivation im Leben – gib Deinen Mitmenschen ein gutes Gefühl, sag Deinen Liebsten, wie wichtig sie Dir sind und lobe das, was sie gerne und gut machen – bring sie zum Leuchten!