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Samstag, 01.02.2014, 18:17

Haut Couture
Nun ist es wieder mal soweit – neue Trends werden auf den Fashion Weeks in Paris, London, Mailand und New York präsentiert. Die angesagten Trends werden uns von den Modekaisern diktiert.
Man spricht davon, dass in New York bereits Schaufensterpuppen mit üppig wucherndem Achsel- und Schamhaar in den Auslagen den neuen Trend verkünden. Was als unästhetisch galt, wieder plötzlich wieder „in“. Vorbei die haarlose Zeit.
Nun ist es zwar eine Erleichterung, wenn Frau nicht ständig zum Wachs oder d em Rasierer greifen braucht, aber warum gedenken die Modezaren nicht der wahren Qualen der Frauen:
Warum, wenn man Fragen der Ästhetik behandelt, nicht im Großen Rahmen denken?
Was bitte ist unsere größte Crux? Das Körperhaar? Nein! Warum denken die Schöpfer der Mode nicht daran, unsere größte Geissel zum Mode-Muss der neuen Saison zu küren – warum kümmert sich keiner um „Clockwork Orange“!
Der Trendscout, der Agent Orange zum High Light der Modesaison erhebt, sollte sich im Klaren sein, dass alle Frauenherzen nur mehr für ihn schlagen werden.
Keine Foto-Retuschen mehr, keine nutzlosen Salben und mechanische Qualen – so wie einst Coco Chanel das Leben der Frau vereinfachte – sollte die allseits bekannte Orangenhaut die Pfirsichhaut ablösen – denn Hand auf’s Herz – so gewiss wie der Tod ist doch jeder von uns die Entstehung jener herrlichen Dellchen und Pölsterchen – ob jung, alt , sportlich oder faul – sie kommt und sie sollte endlich den Platz bekommen, der ihr zusteht!
Am Laufsteg: Cindy Crawford in der weißen Marine-Hose, die ihre wundervolle Orangenhaut exzellent unterstreicht!


Freitag, 31.01.2014, 17:38

Mein Papa ist ein alter, demenzkranker Mann. Mein Papa braucht mich und ich bin für ihn da. Für ihn und für seine Lebensgefährtin, die ihn vor mehr als fünfzehn Jahren zu meinem Papa gemacht hat.
Man wird sich fragen: was war er vorher?
Mein bester Freund war er – meine Mutter und mein Vater waren meine besten Freunde.
Viele Fragezeichen – viel Gemurmel – na ja – man liebt ja seine Eltern, das ist natürlich…..
Eltern und Kinder! Das ist doch etwas Besonderes – Blut und so weiter. Freundschaft gibt es so viel, das ist nichts, worauf man stolz sein könnte. Aber das Wunder der Elternschaft und die Bande des Blutes, ja ja!
Nun, wenn ich zurückblicke auf meine Kindheit, Jugend und die erwachsenen Jahre – später mit meinen kleinen Kindern – bis zum plötzlichen Tod meiner Mutter, stelle ich fest, dass ich eine wunderbare Zeit hatte mit zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, aber die meine besten und treuesten Freunde wurden. Papa und Mama!
Man lächelt darüber. Wie kann das sein? Eine weibliche Variation von Peter Pan? Verwöhntes Prinzesserl, die nicht erwachsen werden will? Kittelfalten und so weiter….
Ich sehe das ein Wenig anders: wer will sich von seinen Freunden „abnabeln“? Wer will möglichst keine Zeit mit seinen Freunden verbringen? Wem gehen seine Freunde ständig auf die Nerven? Wer will kaum mit seinen Freunden reden und ihnen seine Gedanken vorenthalten? Wer fühlt sich von seinen Freunden ständig bevormundet und nicht ernst genommen? Wer hat das Gefühl, das seine Freunde die eigenen Gefühle nicht verstehen und dass sie einfach kein Verständnis haben? Wer kann mit seinen Freunden keine albernen Dinge machen und Spass haben bis zum Umfallen?
Ach, das ist doch einfach normal! Natürlich ist es das – Freunde sind Menschen, die uns nehmen wie wir sind, die uns auf den richtigen Weg bringen, wenn wir ihn verlassen haben und herumirren, Freunde helfen und in der Not und Freunde halten uns wenn wir es brauchen. Freunde kennen unsere Gefühle und Freunde sagen uns auch ab und zu, wenn es nötig ist, die Wahrheit – und wir nehmen sie (mehr oder weniger gerne) an. Und all das tun wir auch gerne für unsere Freunde.
Diese Freundschaft aber, müssen sich Freunde erst in vielen Jahren verdienen, sie wächst und gedeiht und bedeutet viel Arbeit und viel Sensibilität – viel Verzicht und viel Geduld – auf beiden Seiten. Tiefe, große und – lebenslange Freundschaft – ist nicht einfach da, sie muss entstehen und ist sehr, sehr schwer zu finden.
Ein Menschenkind ist schnell gezeugt und geboren – das ist keine große Sache – und es irgendwie zu schaffen, ein Kindlein groß zu ziehen, ist auch soweit machbar. Auch die Erziehung – was sich gehört und was nicht, Schule und dergleichen mehr, sollte man als Eltern auch hinkriegen.
Sein Kind jedoch so groß zu ziehen, dass es der beste Freund sein will – Dich „dabei“ haben will, mit Dir unterwegs sein will, Dich in sein Leben einbezieht – und das nicht nur, weil es sich ja so gehört und weil es ja „meine Eltern“ sind, das ist eine große Leistung.
Das hat nichts damit zu tun, dass man aus seinem Kind einen depperten Aussenseiter macht, der Mamis Haus nimmer verlässt und sich sein Jopperl nicht mal selber zuknöpfen kann. Auch nicht, dass der arme Nachwuchs „leutescheu“ wird. Der Nachwuchs – so er wirklich ein Freund ist, wird einen eigenen, großen oder auch kleinen Freundeskreis haben, wird auch seiner Wege gehen – und er wird auch seine eigene Meinung haben – und diese auch kundtun. Irgendwie ist das heute noch so ein seltsamer Aspekt, dass es „uncool“ ist, wenn man sich mit Eltern toll – freundschaftlich, und ohne Scheu – versteht. Mit dem muss doch was nicht stimmen!
Ist das wirklich die erstrebenswerte Form der Eltern-Kind-Beziehung, wenn man einander nicht versteht und einander reserviert begegnet - hat man nur dann sein Kind zur Selbstständigkeit erzogen, wenn eine Kluft entstanden ist? Ist Entfremdung das Ziel des Weges? Oder sollte das Ziel sein, autonome Wesen heranzuziehen, die wissen, wo es lang geht und trotzdem - oder deswegen - unsere Nähe als Bereicherung und nicht als lästige Pflicht suchen.
Ich verdanke meinen „Freunde-Eltern“ vieles in meinem Leben – ich hatte mit diesen Menschen viele wunderbare Momente, viele große Emotionen und viel Erfahrungen – vor allem aber: ich wusste, hier sind Menschen, die immer hinter Dir stehen – Freunde eben.
So ein Kumpel-Papa war mein Papa immer, bis er eben vor fünfzehn Jahren eine neue Frau kennengelernt hatte – eine „Rechtschaffene“, die für Albernheiten und Firlefanz kein Verständnis hatte – eine Ebene betreten hat, eine Ebene, die ihn verändert hat , die ihm seine Lässigkeit, seine Leichtigkeit und seine Coolness nahm und ihn zu einem Vater werden ließ. Einem Mann, den Kinder und Enkelkinder besuchen, der sie nicht versteht – und sie ihn nicht. Unverbindliche Konversation und Erleichterung, wenn man auseinander geht.
Heute geht es ihm schlecht, er ist ein alter, kranker Mann, der oft nicht mehr weiss, was er gerade macht. Er braucht Hilfe und er fühlt sich bloßgestellt in seiner geistigen Hilflosigkeit. Ich würde ihm so oder so helfen und für ihn da sein – aber ich mache es auch, weil ich ihm danke, danke für die Zeit, die er mir als wahrer Freund zur Seite stand.
Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann dass auch meine Kinder diese Freundschaft mit mir immer führen werden, wie wir es bisher tun – und dass sie mir auf die Finger klopfen, wenn die Freundschaft in Gefahr wäre, zur Elternschaft überzugehen.


Mittwoch, 27.03.2013, 16:47
Es ist schon erstaunlich, wie sehr wir uns das Leben schwer machen. Wir wundern uns, weil unsere Mitmenschen mit uns „nicht so können“, und dabei macht – wie immer – der Ton die Musik.

Jetzt einmal ehrlich: die ganz simplen Dinge des Lebens sind es, die alles einfacher oder auch schwerer machen können. Wir können daran arbeiten, dass man uns gerne sieht, mit Feuereifer an unserer Seite ist, uns schätzt und sich mit uns freut – oder auch kränkt, oder wir können zum Schrecken unserer Lieben werden.

Wie das? Ganz einfach: wie wäre es, einmal darüber zu grübeln, wie oft man über ganz alltägliche – ja, selbstverständliche Dinge – dankbar ist. Nicht oft. Stimmt es.
Nun, wenn es sich um Menschen handelt, die prinzipiell aus allem, was sie tun, eine Riesensache machen und nicht müde werden, darauf hinzuweisen, welche Wohltat sie uns soeben zuteil werden ließen, werden wir vor Dankbarkeit im Staub kriechen, auch wenn dieser Jemand auch nur den Müllsack hinausgetragen hat.

Handelt es sich um einen Jemand, der einfach immer parat ist, gerne zupackt und uns beisteht, für den es „selbstverständlich“ ist, uns zu verstehen, lieben, helfen – dann wird kaum mehr als ein „Danke“ aus unserem Mund huschen – und selbst das nicht immer.

Es ist selbstverständlich, wenn so ein Jemand mehr macht, als er muss, wenn er uns liebt, wenn er Verständnis hat, uns Mut macht, uns freundlich gegenüber tritt – alles was das Leben schön macht – ist selbstverständlich.

Anders ist es, wenn Fehler auftreten, oder Missgeschicke, oder auch nur Unachtsamkeiten – dann ist das aber alles andere als selbstverständlich – da werden wir böse und dieser Mensch ist uns ein grober Dorn im Auge – nichts als Probleme hat man mit diesem Schludrian. Schau dir das an – Ärger nichts als Ärger! Und das kriegt er auch zu hören! Damit er sich das ja schön merkt! Na ehrlich!

Und dann sind wir obendrauf auch noch sehr unangenehm berührt, wenn dieser Schlingel auch noch seltsam reagiert. Der könnte ja noch froh sein, dass man ihm zeigt, wie es lang geht – allein kriegt der eh nix gebacken, der Wicht! Dann ist der noch beleidigt und zieht sich zurück. Na, man hat es sich ja ohnehin so gedacht!

So geschieht es, dass Kinder – gerne zum Helfen bereit – nichts mehr angreifen, weil sie der Mama eh nichts Recht machen und die Gute ständig hinterherwischt oder ihnen Vorträge hält, warum das jetzt blöd war, was sie gemacht hatten – ja bitte, dann ist es eben im Augenblick nicht klinisch sauber – aber die Freude, die einem gemacht wurde? Zählt die nicht? Und ist etwas zu Bruch gegangen – na mein Gott! Ein Stück weniger zum Putzen!

Wenn ein Mensch etwas macht, das wir nicht genauso machen würden – ist es deshalb zu kritisieren? Haben wir das Wissen mit Löffeln gefressen, dass wir das besser können – oder haben wir vielleicht mehr Erfahrung, die wir (freundlich) weitergeben könnten und dem Anderen zeigen, wie es besser gehen würde – mit Geduld und nicht ohne darauf hinzuweisen, dass der Andere deshalb kein Kretin ist und sich bis in die Erde schämen soll.

Ist etwas Schlimmeres passiert oder gibt es etwas, das nicht so klar ist – kann man dann nicht einfach kurz eine Auszeit einräumen, und erklären, was gerade nicht plausibel ist – auch unter Erwachsenen? Muß man genervt sein – Augen rollen und unfreundlich sein? Nein, denn die Sache wird davon weder schneller noch besser gemacht – Erfolg ist nur Unsicherheit auf der einen – und Unzufriedenheit auf der Anderen Seite. Helfen tut es nichts!

Warum kann man nicht öfter freundlich miteinander umgehen – liebevoller und dankbarer. Für das, was ein Mensch für uns tut, und sei es noch so „selbstverständlich“ sollten wir selbstverständlich genauso dankbar reagieren wie wir selbstverständlich Missstände sofort bereden müssen. Das Miteinander würde so selbstverständlich besser. Verstanden?


Mittwoch, 27.03.2013, 11:30
Ich komme nicht umhin mich zu fragen, wohin ist Menschlichkeit und ganz besonders Freundschaft hingekommen?

Ist unsere Zeit schon so abgestumpft geworden, dass jeder nur mehr seine Zuwendung jenen schenkt, die ihm von Nutzen sein könnten? Ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Loyalität und der Humanität irgendwo auf unserem Weg abhanden gekommen?

Wenn ich höre, wie Menschen von „Seilschaften“ sprechen, wie von Bankkonten, in die man einzahlt, und dann bei Gelegenheit seine Zinsen abhebt, dann packt mich das Grauen.

Das Wort Seilschaft bedeutet für mich eigentlich Vertrauen, Zusammenhalt und Kameradschaft im reinsten Sinn, denn wer am Berg in den Seilen seiner Kumpanen hängt, ist ein Teil dieser Mannschaft und das Leben aller Beteiligten hängt von jedem einzelnen dieser Seilschaft ab. Das hieße – man kennt sich genau, vertraut sich blind und hält fest zusammen.

Aber in unserer Zeit hat das Wort den herrlichen Beigeschmack, dass man sich nur in jene Seile hängt, die einem eines Tages von großer Hilfe sein werden – man würde sich heutzutage niemals in die Leinen eines Niemand hängen, denn das würde keinesfalls etwas einbringen. Seilschaften schließt man dort, wo etwas zu holen ist.

Sind wir so kalt geworden, dass ein Freund nicht mehr wert ist, als er uns „bringt“ – ist uns der Freund solange ein Anliegen, wie er für uns brauchbar ist? Stehen wir einander nicht mehr bei, weil wir uns menschlich wertvoll sind und wir unsere Freunde gerne glücklich sehen wollen, ihnen helfen wollen, wenn sie straucheln und ihnen die Hand reichen, wenn sie wieder aufstehen wollen. Können wir nicht mehr mit dem Herz agieren nur mehr mit kaltem Kalkül?

Solange wir mit den Menschen Spass haben können, oder Profit aus ihnen schlagen können, solange sie unser eigenes Leben nicht beeinträchtigen – oder uns langweilen mit ihren Sorgen und Nöten, solange sind sie unsere besten und innigsten Freunde. Werden sie anstrengend, weil sie mit einem Koffer voll Problemen beladen sind, müssen wir leider etwas Abstand nehmen, denn Pech kann – um Gottes Willen – ansteckend sein.

Allerdings kann auch Glück ansteckend sein – und wir haben von dem einen oder anderen Menschen, der uns nun braucht, das eine oder andere Mal auch eine Portion Glück abbekommen, warum sollten wir dann nicht auch in den sauren Apfel beissen und nun eben auch die düstere Zeit mit dem Menschen teilen? Ist es uns wirklich so wichtig, dass wir ja nicht anstreifen an Problemen oder Sorgen unserer Mitmenschen?

Nach außen hin spenden wir und fühlen wir mit, wenn Organisationen zur Hilfe aufrufen, denn schließlich sind wir Gutmenschen, die zeigen, wie sehr sie mitfühlen mit jenen, denen es schlecht geht. Aber in unserer unmittelbaren Umgebung können Menschen innerlich zugrunde gehen, ohne dass wir nur einen Gedanken verschwenden. Warum auch? Wir haben ja selber auch nicht nur Zuckerschlecken und Zeit bzw. Geld haben wir auch zuwenig. Jeder muss schon selber seine Suppe auslöffeln!

Wir leiden mit den Opfern von Katastrophen, weit weg von uns, wir weinen über Tiere, die irgendwo gequält werden, wir bejammern arme Kinder auf der Welt. Aber der Freund, der gerade seine persönliche Katastrophe beweint, das Haustier, das gerade unbeachtet und traurig auf dem Teppich liegt und das Kind des Nachbarn, das schreit, interessiert uns nicht – denn da müssten wir persönlich und sofort einschreiten – und das kommt aus Termingründen, aus Angst vor den Konsequenzen, aus Geiz oder einfach nur aus unserer Laune heraus – nicht in Frage. Da spenden wir lieber ein bisschen Geld für eine Hilforganisation, oder „teilen“ bzw. „liken“ auf facebook irgendeinen Aufruf. Da stehen wir gut da und müssen uns nicht zu sehr bemühen.

Warum schaffen wir es nicht, den Menschen, die wir lieben zu zeigen, was sie uns bedeuten – widmen ihnen Zeit und Aufmerksamkeit und Verständnis. Helfen spontan – und denken gar nicht nach, was uns unsere Hilfe „einbringt“.

Wenn wir nicht mehr wissen, was wirklich zählt im Leben, sind wir dann noch wertvoll für diese Welt – sollte sich unsere Erde dann nicht allmählich fragen, ob wir ihr noch etwas bringen?

Man sieht nur mit dem Herzen gut! Sagt schon der kleine Prinz – aber wen interessiert dieser Knirps heute noch? Dieser komische kleine Alien, der keine Ahnung von der heutigen Zeit hat, von dem Kampf, vorne weg zu sein – wer bremst, verliert. Nein, wir wollen nicht mehr mit dem Herzen sehen – wo kämen wir da hin?

Man muss nehmen was man kriegen kann – jeder muss sehen, wo er bleibt und Menschen, die nichts bringen, kann sich keiner mehr leisten. So sieht es aus.

Fressen oder gefressen werden – und wer von uns ausgenommen wird (finanziell oder emotional), ist uns lieb und wert, ist er dann „ausgelutscht“, wird er leider beiseite geschoben und geht uns nichts mehr an, denn Probleme brauchen wir nicht noch obendrauf. Da hätte der Betroffene schon selber aufpassen müssen!

Seilschaften sind uns nur wichtig, wenn jene in den Seilen schön stark sind, uns brav weiterzubringen – schwach sind wir selber!

Wenn das die Zukunft ist – danke sehr!